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Copos de champanhe

Für den perfekten Genuss bedarf es der passenden Gläser. Einen wesentlichen Anteil am Genuss von Champanhe wird durch die Düfte, dem Bukett bestimmt. Damit sich ein Bukett nicht nur ideal entfalten, sondern auch halten kann, müssen Champagnergläser gewisse Kriterien erfüllen.

Ein sinnvolles Champagnerglas ist farblos, klar, dünnwandig, leicht bauchig und sich nach oben hin verjüngend, die klassische Tulpenform. Champagner wird niemals bis fast zum Rand gefüllt, wie man es von Mineralwasser oder Limonaden kennt, sondern maximal kaum voller als zur Hälfte der Höhe. Das lässt den Aromen genügend Spielraum zur Entfaltung. Nur auf diese Weise wird es der perfekte Genuss. Je hochwertiger der Champagner, desto größer darf das Champagnerglas sein. Aus diesem Grund bietet das Sortiment an Champagnergläsern nicht das eine Champagnerglas an, sondern es wird zwischen Standard Cuvée und Jahrgangs- & Prestigechampagner unterschieden.

Die Historie von Wein- und Champagnergläsern stellt sich völlig konträr dar. Die Historie des Weinbaus ist fast so alt wie die Menschheit.

Im Mittelalter war für Europa die gängige Form der Trinkbecher. Obwohl bereits der Spitzkelch (Form einer Flöte), damals noch aus Metall, aus den Zeiten der gallorömischen Kultur, 3./4. Jahrhundert, bekannt und beliebt gewesen ist.

Mit der Erfindung der Glasbläserkunst vollzog sich ein Wandel, des Genusses von Wein aus Gläsern. Der älteste bekannte Fund datiert sich auf 982. Schöne Spitzkelch Gläser sind aus Murano bekannt. Venedig, ein Zentrum der frühen Glasherstellung in Europa, ist maßgeblich für die Entstehung eines neuen Bewusstseins für Glaskunst mit verantwortlich und gilt seitdem als Mekka europäischer Glasbläserkunst. 1295 wurden die Glasöfen von Venedig, auf die kleine Inselgruppe Murano verbannt. Offiziell aus Brandschutz Gründen, aber letztlich wahrscheinlicher aus Gründen der Geheimhaltung der Glasherstellung. Unerlaubte Weitergabe von Wissen wurde nicht selten mit dem Tode bestraft.

Im 16. Jahrhundert erfreute sich das Spitzkelchglas, in Europa, größter Beliebtheit. Große Mengen von Murano Glas wurden von Venedig in die Niederlande und nach England exportiert. Im 18. Jahrhundert, wurde das Spitzkelchglas, in Frankreich und England, als Champagnerglas allgemein anerkannt. Es war das Mode Glas für Champagner.

Dabei gab es bereits um 1663 Gläser in Form einer Schale. Diese Schalen förmigen Gläser wurden speziell, wieder von venezianischen Glasbläsern, für den Herzog von Buckingham kreiert. Die Schalen wurden einzig für den Genuss von Champagner entworfen, der zu der Zeit noch ein Stillwein war. Erst mit dem Benediktinermönch Dom Perignon, der als Kellermeister in der Abtei Saint-Pierre d’Hautvillers werkte, wurde durch einen Zufall, der anfangs mehr ein Unglück bedeutete, der heutige Champagner erfunden. Die Popularität der Schalenform, für den Champagner, wuchs im Laufe von über 200 Jahren an, konnte sich aber nie ganz durchsetzen.

Die berühmtesten Schalen waren aus Sèvres Porzellan, aus dem 18. Jahrhundert. Sie schmückten die Meierei des Château Rambouillet. Château Rambouillet war ab 1783 die Privatresidenz Ludwig dem XVI., König von Frankreich und der Königin Marie Antoinette. Die Champagner Schalen erlangten ihre Berühmtheit, da sie nach dem Busen der Königin Marie Antoinette (1755-1793), nachempfunden, geformt sein sollen, soweit die Legende.

Wahre Champagner Liebhaber würden in der heutigen Zeit niemals eine Champagnerschale oder einen Champagnerkelch nutzen, um ihren Champagner zu genießen. Beide Formen sind völlig ungeeignet für Vinho espumante, erst recht für Champagner. Im Besonderen die Champagnerschale, mit ihrer übergroßen Oberfläche, lässt zu schnell die Perlung entweichen, das Bukett kann nicht eingefangen werden und der Champagner erwärmt sich deutlich schneller als nötig. Wer zwischen beiden Varianten wählen muss, sollte zum Spitzkelch greifen. Es ist auch nur eine schlechte Notlösung, aber die bessere von beiden.

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